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Chronik Turnverein 1848 Edenkoben  e.V.

1946  - 1960

1946 Nach dem Zweiten Weltkrieg wagte der TVE einen Neuanfang und richtete am 28. April ein entsprechendes Gesuch an die französische Millitärbehörde,

1949 die drei Jahre später, am 7. September, den Turnverein als " Nr. 497, Allgemeiner Sportverein Edenkoben " zuließ. In diesem Jahr hatte man aber auf Grund einer Ausnahmegenehmigung schon einige Aktivitäten gestartet: am 21. Mai ein Schau- und Werbeturnen mit Landauer Turnern, tags darauf die Gründungsversammlung des Turnvereins bei 65 Anwesenden und schließlich am 11. Juni die erste Generalversammlung, bei der der als Turnwart bestens bewährte Jakob Walter jetzt zum 1. Vorstand gewählt wurde. Man gründete die erste Schwimmabteilung, hatte Kinder-, Knaben- und Mädchenturnen wieder aufgenommen, genauso wie Turnerinnen, Turner und Leichtathletik. Am 9. Juli berichtete Turnwartin Annel Rau schon von 162 Mädchen und 50 aktiven Turnerinnen!

1950 Am 22. April beschloss die Generalversammlung die Namensänderung in altbekannten "Turnverein Edenkoben 1848 e. V. ", der jetzt 307 Mitglieder zählte. Am 7. Juni wollte der Verein die DM 220.- für einen Sprungkasten in Raten zu DM 30.- bezahlen!.. Die Turnhallenweihe des jetzt vergrößerten - und inzwischen städtischen - Ratskellersaales (ehem. Bierbrauerei Klein) geschah mit großem Programm des TVE und viel Prominenz; der vom Turnverein eingebrachte Gerätewert betrug ca. 2.500.- - andererseits durfte man genauso unentgeltlich im ebenfalls städtischen Freibad am Triefenbach schwimmen.

1951 Etwas verspätet feierte der Turnverein vom 30. Juni bis 2. Juli sein 100jähriges Stiftungsfest. Im Festzelt für 2000 Personen (südlich des "Rappen" ), nahm man 68 Ehrungen vor, 25 Vereine des Speyergaus beteiligten sich am Umzug mit ihren Fahnen, insgesamt 4000 bis 5000 Festgäste wurden letztendlich geschätzt.

1952 Die Note "hervorragend" brachte dem TVE seine gelungene Beteiligung bei 1. Landesturnfest des PTB (in Landau vom 18. bis 20. Juli) ein.

1953 Zum Beginn der "Werderberg-Turnfeste" des TVE wurden verschiedene Wanderpreise gestiftet, um die anfangs bis zu 500 Teilnehmer in leichtathletischen Wettkämpen antraten. Vom 2. bis 9. August waren 26 TVE-ler beim 20. DTF in Hamburg; zwei Riegen mit Note "hervorragend." Vereinsintern dagegen war wieder am 24. Oktober die 30-Jahr-Feier der Frauenabteilung,

1954 die aber schon bald darauf durch städtische Entscheidung ihren Turnhallentermin an die neugegründete Boxabteilung der SVE abtreten musste und dadurch selbst praktisch einging. Am 9. Oktober überreichte anlässlich eines Turnwettkampfes Edenkoben/Schramberg der Vorsitzende des PTB, Dr. Ludwig, unserem Vorsitzenden Jakob Walter als erstem Pfälzer den Ehrenbrief mit großer, silberner Ehrennadel des Deutschen Turnerbundes wegen "jahrzehntelanger Verdienste als unermüdlicher Verfechter des "Jahn`schen Geistes". Er war neben seiner Vereinstätigkeit von 1927 bis 1933 Bezirksturnwart des Haardtbezirks mit 23 Vereinen gewesen, anschließend bis 1945 noch technischer Leiter im "Bund für Leibesübungen". 1949 wurde Walter 1. Vorsitzender des Speyergaus, ab 1958 dessen Ehrenvorsitzender.

1955 Beim "1. Jean-Baumann-Gedächtnisturnen" in Maikammer war der TVE "nur" Teilnehmer, den ersten 4-Städte-Vergleichskampf am 10. September (Landau, Neustadt und Pirmasens), bei dem er Dritter wurde, richtete man selbst in der Villa Ludwigshöhe aus.

1956 Sehr gute Bewertungen erreichte man dagegen wieder beim 2. Landesturnfest vom 20. bis 22. Juli in Ludwigshafen.

1958 Die nächsten größeren Ereignisse fallen erst zwei Jahre später wieder ins Gewicht. Am 12. Mai wurde die Frauenabteilung nach freiwilligem Verzicht der SVE-Boxer wieder ins Leben gerufen, man war beim 21. DTF (20. bis 27. Juli) in München mit "hervorragendem" Erfolg vertreten, das Werderberturnfest avancierte zum Gau-Turnfest - und man feierte vom 13. bis 14. September das 110jährige Stiftungsfest. Der abschließende 4-Städte-Vergleichskampf war jedoch gleichzeitig (wegen allgemein fehlender Turner) der letzte! Allgemein lassen aber auch jetzt die gesamten TVE-Aktivitäten stark nach.

1959 Nach kommissarischer Leitung - seit letztem November - übernimmt zum 1. Januar Ruth Groel die Frauenabteilung. Sie zog im Dienstalter mit Franz Keller gleich. Auch uns heutzutage prinzipiell nicht unbekannt, forderte man bei den Turnern am 3. Juni mehr Breiten- statt Leistungssport.

1960 Wegen schlechtem Wetters fiel erstmals das Werderbergturnfest aus.