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Chronik Turnverein 1848 Edenkoben  e.V.

1900 - 1941

1900 Seine Kompetenz bewies der Turnverein dann wieder am 5. August, als mit 100 Turnern das Gauturnfest in Edenkoben glanzvoll über die Bühne ging.

1902 Mit dem Eintritt Jakob Walters als 13jähriger Zögling in den TVE beginnt eine neue Ära im Turnverein.

1912 Schon zehn Jahre danach ist er Männerturnwart, kann aber natürlich auch nicht die Einstellung des Turnbetriebes mit dem

1914 Ausbruch des ersten Weltkrieges verhindern.

1917 Darüber hinaus erfolgte nach Einmarsch der Alliierten ein offizielles Verbot für Turnvereine - wieder ein "TVE - Aus", der Verkauf der noch nicht abgezahlten Turnhalle folgerichtig.

1920 Einem vorsichtigen Neubeginn bei TVE folgte der große Aufschwung mit 500 Mitgliedern.

1921 Turnte der Verein zunächst mangels anderer Möglichkeiten im Schützenhaus "Auf der Hohl", richtete der neue 1. Vorstand, Georg Walter, am 5. Oktober eine schriftliche Anfrage an die Stadt wegen des Ratskellersaales als Turnhalle, bot am 11. noch an, Miete zu zahlen.

1922 Am 2. März jedoch bat man die Stadt schon wieder um Mieterlass wegen des volkstümlichen Charakters des Vereins, wollte im Gegenzug dafür nun die eigene Turngeräte zur freien Verfügung stellen. In diesem Jahr dürfte auch die Gründung der ersten Frauen- und Mädchenabteilung im TVE erfolgt sein.

1923 berichtete doch die "Gegenwart" am 17. Februar schon ausführlich von deren erstem öffentlichen Auftreten bei einem " Turnabend". Ein weiterer großer Name beim TVE taucht beim 75jährigen Stiftungsfest vom 28. und 29. Juli auf, das durch Schauturnen und bengalische Beleuchtung " glänzte ": Franz Keller, der zu diesem Zeitpunkt schon als Leiter der "Damenabteilung" genannt wurde.

1926 Am 22. August wurde der "Sport- und Spielplatz Werderberg" nach feierlichem Festbankett im Schafsaal freigegeben, eine Anlage, auf der künftig der Turnverein zahlreiche Sportveranstaltungen abhalten sollte.

1927 kaufte der TVE eine Fliegerhalle, deren Standplatz zunächst die Wiese südlich des "Rappen" war. Dadurch wurden den derzeit 200 Aktiven im Verein wieder Ballspiele ermöglicht - die bisherigen Turngärten waren zu klein dafür.

1928 Beim 80jährigen Stiftungsfest vom 9. bis 11. Juni zählte man 22 auswärtige Vereine beim Festzug! Neben Wettkämpfen und einem Feuerwerk hatte sich die Vereinsführung schon im Vorfeld eine Werbewoche (1. bis 9. Juni) ohne Aufnahmegebühr einfallen lassen. Im Rückblick fand jetzt Franz Keller als neuer Mädchen-Turnwart lobende Erwähnung. Beim 15. Deutschen Turnfest in Köln (21. bis 30. Juli) waren vom TVE 23 Teilnehmer gewesen.

1929 Das bekannte "Conrad Voelcker Schreiben" des TVE, mit Beschreibung und Bilder seiner Heimatstadt Edenkoben versehen, ist datiert auf den 22. August.

1930 Im Rahmen eines Bezirksturnfestes schritt man jetzt erst zur Einweihung der Fliegerhalle,

 

1933 die aber schon zwei Jahre später auf das Maifeld verlegt wurde.

1934 Einer politisch bedingten Erlaubnis zur Nutzung der Halle durch NSDAP und andere,

1937 folgte auf Beschluss vom 12. Januar dann noch die " freiwillige " Auflösung des TVE und sein Aufgehen im " Bund für Leibesübungen ". Die traurige Folge: nur noch 143 Mitglieder.

1941 Als dazu noch die Fliegerhalle abbrannte, hatte der Verein zum Schluss auch sein Vermögen verloren.