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Leistungsturnen männlich

 

 

Geräteturnen männlich

Die meisten denken, wenn sie Gerätturnen hören erst einmal an Schmerzen, an ihre erste und letzte Begegnung mit dem Bock oder der Reckstange in der Grundschule, an stundenlanges „auf den Zehenspitzen stehen" und an den Ausruf: „Spannung!" All das gehört durchaus zum Turnen dazu, wie es jedoch zu jedem Sport gehört und das vor allem am Anfang und unter der Anleitung von fachfremdem Personal. Da küsst man beim Turnen den Bock, japst beim Schwimmen nach Luft, bekommt beim Rennen Krämpfe und spürt beim Fußball so manches Mal Knie und Ellenbogen des Mitspielers. Aber Boden, Pauschpferd, Ringe, Sprung, Barren und Reck haben noch viel mehr zu bieten als die oben aufgeführten Schmerzen; gerade in der Zeit der Couchpotatos und des zun

ehmenden Schwerpunkts: Computer, können die Geräte Baum und Fels ersetzten und den Kindern die, für ihr Körpergefühl und ihre Gesundheit, so wichtige Basis mitgeben, welche ihnen später in allem Möglichen Helfen wird. Die Trainer des TV Edenkobens (Reinhard Doll, Sebastian Dörr, Markus Schwöbel, Patrick Schwöbel, Annika Petermeier & Didem Aslan) bauen in ihrer 30 „Mann" starken Gruppe vor allem auf eins: Spaß. Denn nur wenn einen der Spaß und die Leidenschaft am Turnen packt, ist man in der Lage die manchmal durchaus längeren Durstrecken vor dem Lernen eines neuen Elements oder dem einüben einer neuen Übung zu meistern und danach, zu Recht, Stolz auf sich zu sein. Natürlich verlangen wir auch ein gewisses Maß an Ordnung, Disziplin und die Bereitschaft sich ab und an einmal ein bisschen zu quälen. All das aber steht unter dem Aspekt das Turnen Spaß machen soll.

 

Chronik männliches Gerätturnen/Leistungsturnen

Kraft, Mut, Schönheit und vollendete Körperbeherrschung, verbunden mit der Entwicklung und Vervollkommnung von Geist und Persönlichkeit - so könnte man die Ziele der ersten Turner beschreiben, die sie mit ihrem Sport zu erreichen erhofften. Erst später kam mit den Wettkämpfen auch der Drang - heute sogar die Pflicht - zu immer spektakuläreren Übungen dazu, wollte man als Sieger nach Hause kommen. Getreu dieser von "Turnvater" Friedrich Ludwig Jahn (1778 - 1852) ausgegebenen Devise wurde denn auch von unseren Männern ab 1848 in Edenkoben fleißig geturnt, doch ist von den "Alten" und ihren Unternehmungen so gut wie nichts überliefert. Einzig eine Teilnahme von "etwa zehn Mitgliedern des hiesigen Turnvereins" am 5. Deutschen Turnfest in Frankfurt/Main (24. bis 28. Juli 1880), wie der lokalen Zeitung "Die Gegenwart" vom 24. Juli 1880 zu entnehmen war, gibt uns Zeugnis ihrer damaligen Unternehmungen. Später jedoch wird immer wieder über verschiedene Veranstaltungen berichtet, an denen der Turnverein Edenkoben beteiligt war, ohne aber die Namen einzelner Turner zu erwähnen. Damit können wir im Grunde erst seit Ende des 2. Weltkrieges aufwarten, da uns ab diesem Zeitpunkt vereinseigene Unterlagen Auskunft geben. Wieder ein Deutsches Turnfest, diesmal in München (20. bis 27. Juli 1958), verlangt nun geradezu nach den Namen der einzelnen Turner, vollbrachten sie dort doch alle so großartige Leistungen, dass die Vereinsriege insgesamt mit der Note "hervorragend" die höchste Auszeichnung des Deutschen Turnerbundes erhielt: Otto Travnicek (7. Platz mit 94,70 Punkten unter 972 Teilnehmern im Geräte-1 0-Kampf), Willi Otte (61./72,0/3750) und Heinz Kern (101 ./70,0), beide Geräte-8-Kampf, Helmut Hammer (1 05./49,0/2486, Deutscher 6-Kampf), Heiner Fitz (106./69,75), Hans Mogg (169./66,60) und Kurt Hahn (1 72./66,45), alle wiederum im Geräte-8-Kampf ihrer jeweiligen Altersklasse. Der Grundstock zu diesen Erfolgen wurde allerdings schon 1902 gelegt, als der l3jährige Jakob Walter Zögling im Turnverein wurde und zehn Jahre später schon als Männerturnwart das Training leitete. Trotz im Laufe der Zeit wechselnder Positionen im Turnrat sorgte er für Konstanz im Bereich Männerturnen, war selbst als Sechzigjähriger noch einmal Übungsleiter bei der Jugend. Neben Franz Diehm als erster nach der Vereinsneugründung 1949, waren auch einige der oben schon genannten Turner zwischenzeitlich Männerturnwarte gewesen, so Kern, Hahn und Hammer, bevor mit einem Generationenwechsel ab der siebziger Jahre mit Dieter Mehrhof, Harald Külbs, Reinhard Doll und Jochen Dörr die Grenzen zwischen Männer-, Jugend- und Kinderturnen sich etwas verwischten und allgemein "Kunstturnen männlich" entstand. Besonders Dörr jedoch entwickelte sich zum Spitzenturner des TVE, wurde sogar Kadermitglied des Pfälzer Turnerbundes und nahm für diesen zweimal an Deutschen Schüler-Mannschaftsmeisterschaften teil. Er errang viele Siege, zumindest aber vordere Plätze bei den unterschiedlichsten Veranstaltungen, schaffte es zum Stammturner bei der Ligamannschaft der Turngemeinschaft TuS St.Martin-TV Maikammer-TV Edenkoben und mit ihr den ersten Titelgewinn 1995 in der Landes-Liga. Dass die Teilnahme an Liga-Wettkämpfen seit deren Einrichtung auf Gau und PTB-Ebene Ende der siebziger Jahre für den TVE schon Tradition hat, ist dabei folgenden Turnern zu verdanken: Uwe Gärtner, Horst Croissant, Michael Poth, Marco Moscelli, Walter Poth, Dieter Mehrhof, Ralf Ziegler und Rudi Christmann. Sie waren die Leistungsträger zu dieser Zeit, die schon im ersten Jahr den Aufstieg von der Gau- in die Bezirksliga schafften und sich hier gleich etablierten. Letzteres wiederum ermöglicht durch jüngere "Neuzugänge" wie Armando Moscelli, Volker Weißmann, Thomas Grünenwalt oder Andreas Kastner, die wie ihre Vorbilder später auch bei Weihnachtsfeiern des Turnvereins und sogar Veranstaltungen des Edenkobener Karnevalvereins "Frohsinn" mit "närrischen" Turneinlagen ihr Publikum zu Beifallsstürmen hinreißen konnten. Gerne denken unsere Turner aber noch an die Zeit zurück, als die "Turnerfamilie Walter" eine eigene, siebenköpfige Riege stolzer Turner stellte, Vier-Städte-Kämpfe (Edenkoben, Landau, Neustadt und Pirmasens) z. B. am 3. September 1955 in der "Südwesthalle der Villa Ludwigshöhe" ein gesellschaftliches Ereignis waren. Merklich sachlicher ging es dann in den Folgejahren zu, Gau- oder Pfalzmeisterschaften etwa setzten immer höhere turnerische Fähigkeiten voraus, der Spaß am Turnen wich dem Leistungsturnen. So musste Vorstand Jakob Walter anlässlich der Generalversammlung am 18. April 1964 bekennen, dass "die Jugend kein Gerät mehr turnen will". Die Teilnahme an Wettkämpfen war daraufhin eingestellt worden, bis fast sechs Jahre später Turnwart Hammer wieder auf 15 Jugendliche und Aktive zurückgreifen konnte, durchschnittlich sogar 35 Schüler zu betreuen hatte. Nachdem auch der vielfach Gau- und Pfalzmeister Robin Matz aus dem aktiven Turnen des Vereins ausschied wurde es lange Zeit still um die Jungs und Männer des TV Edenkoben. Dank des Durchhaltevermögens und der tiefen Verbundenheit Reinhard Dolls zum Turnen, konnte jedoch ein kleiner Kreis von Jungs im Alter von 6-15 über die Jahre gehalten werden. Nachdem sich Doll mehrmals vereinsfremde Hilfe geholt hatte und damit nur mäßigen Erfolg erzielte „rekrutierte" er 2005 Sebastian Dörr, der erst die Helferschulung und kurz danach seinen Übungsleiterschein machte, aus den eigenen Reihen. Zu Zweit wurde dann die kleine Gruppe gefestigt und nach und nach wieder in Richtung Erfolg geführt.

Momentan hat die gruppe ihr Allzeithoch mit 30-35 Turnern erreicht die von einem Trainerteam aus 6 Trainern und Helfern trainiert werden. Zu dem Mitgliederekord gesellen sich eine große Zahl an Titeln auf Gau und Pfalzebene sodass alle Beteiligten sehr zufrieden seien können.

Doch "Turner sein, heißt Kamerad sein", diese Worte - gesprochen vom Vorsitzenden Jakob Walter bei seiner Begrüßung der Mitglieder des Turnvereins zur Jahreshauptversammlung am 20. April 1968 im Cafe Ludwig - sollen zeigen, dass Turnen mehr ist als nur Sport und Leistung. Turnen fördert das Miteinander und kann verdammt viel Spaß machen deshalb nur ran ans Gerät

Also…

… ist ihr Kind/bist du gar nicht vom herum klettern an irgendwelchen Stühlen, Türrahmen oder Küchenzeilen abzubringen, springt und rollt es/ rollst du gerne herum oder hat es/hast du auch einfach nur Spaß an der Bewegung, dann schauen sie/ schau du doch einfach ein Mal bei uns in der Großsporthalle Edenkoben vorbei. Jungs ab 5 oder 6 Jahren sind uns jederzeit herzlich zu einem Schnuppertraining willkommen. Dann können wir, sie und vor allem ihr Kind bzw. du sehen ob das Gerätturnen auch ihn/dich ansteckt.

 

 

Trainingszeiten:

 

Montags:       17:00 - 19:30 Uhr

Donnerstags: 17:00 - 19:00 Uhr

Freitags:        18:00 - 20:00 Uhr

 

Kontakt: Sebastian Dörr 015141439675

Email an Leistungsturnen männlich

Interesse? 
Wenn Ja, so können sie sich hier ein Anmeldeformular herunterladen und/oder sich Informationen zur Mitgliedschaft im TV-Edenkoben beschaffen.

Änderungen vorbehalten
Turnverein 1848 Edenkoben e.V.